Tag: Carbon Capture and Storage

Warum Politik und Wirtschaft in der deutschen Klimapolitik viel enger zusammenarbeiten müssen

Kommentar Stefan Klebert, handelsblatt.com, 18.10., 04:00 Uhr

“Ohne unterirdische CO2-Speicherung sind die angestrebten Klimaziele nicht zu erreichen, meint Stefan Klebert. Er hofft auf die richtige Balance zwischen Staat, Wissenschaft und Unternehmen.[…]Deutschland benötigt dringend bessere Bedingungen für CCS. Dies ist nicht zuletzt im Interesse der Sicherung vieler Industrien und der mit ihnen verbundenen Arbeitsplätze geboten. Dafür brauchen die Unternehmen die notwendigen Freiräume. Die Politik sollte die aktuellen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen endlich richtig in Angriff nehmen und die Grundlage für die Erprobung und Skalierung von CCS-Technologien schaffen.”

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Neuer EU-Klimakommissar Hoekstra verspricht strikten Klimaschutz

Jörg Staude, fr.de (Frankfurter Rundschau), 05.10.23

“Wopke Hoekstra war Manager bei Shell, nun hat ihn das EU-Parlament als neuen Klimakommissar bestätigt. Schwarz auf Weiß verspricht er ein Zwischenziel für 2040. Doch es ist fraglich, ob er damit durchkommt.[…] Hoekstra sagte in seiner Antwort schwarz auf weiß zu, sich an die Empfehlungen des Europäischen Wissenschaftlichen Beirats zum Klimawandel zu halten und sich dafür einzusetzen, die CO2-Emissionen der EU bis 2040 um mindestens 90 Prozent zu reduzieren – im Vergleich zu 1990.”

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Protest gegen umstrittene CCS-Technik – Anhörung im Landtag

dpa, sueddeutsche.de, September 2023, 17:28 Uhr

“Gegen eine Nutzung der umstrittenen CCS-Technik zur unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid in der Nordsee haben Umweltschützer am Mittwoch vor dem Landtag in Kiel demonstriert. Aus Anlass einer Expertenanhörung im Parlament erklärte ein Bündnis des BUND mit Organisationen wie Fridays for Future und Greenpeace, dass CCS (Carbon Capture and Storage) große Risiken für Umwelt und Natur berge. Zudem sei die Technologie volkswirtschaftlicher Unsinn, behindere die Energiewende und nehme die Möglichkeiten des biologischen Klimaschutzes nicht wahr.”

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UBA⁠-Positionspapier: Carbon Capture and Storage (CCS) – Diskussionsbeitrag zur Integration in die nationalen Klimaschutzstrategien

Katja Purr, Joris Spindler unter Mitarbeit von Jens Brieschke, Hans-Peter Damian, Jörg Frauenstein, Harald Ginzky, Bianca Herrmann, Andreas Kahrl, Dana Ruddigkeit sowie Dirk Messner, Carsten Alsleben, Juliane Berger, Susanne Dröge, Ling He, Larissa Kleiner, Mathias Ulrich, Jens Tambke, Karlotta Schultz; Umweltbundesamt, September 2023

Das ⁠UBA⁠-Positionspapier beurteilt den Nutzen des Abscheidens und Speicherns von CO2 (kurz ⁠CCS⁠, für Englisch „Carbon Capture and Storage“) als Klimaschutzinstrument und beschreibt Leitplanken für einen nachhaltigen Einsatz, ebenso wie das nötige ⁠Monitoring⁠ und die Risikovorsorge. Auswirkungen von CCS auf menschliche Gesundheit und die Umwelt werden ebenfalls betrachtet. CCS kann laut Papier Treibhausgasminderungen und den schnellen Ausstieg aus fossilen Techniken nicht ersetzen. CCS darf auch nicht dazu führen, fossile Energieversorgungsstrukturen zu verfestigen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu behindern. Das UBA schlägt daher vor, die Technik zunächst in Müllverbrennungsanlagen zu testen, in denen aus nicht recycelbarem Abfall Wärme und Strom erzeugt wird, aber auch ⁠CO2⁠ anfällt.

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